800 Tonnen auf 66 Achsen unterwegs: Riesen-Schwertransport rollt durch Bamberg
Quelle: NEWS5 (Glomex)
Seit Dienstagabend rollt ein 750 Tonnen schwerer Schwertransport durch Bayern - und das auf 66 Achsen mit 112 Metern Länge. Transportiert wird der erste von insgesamt vier Trafos, die zum Umspannwerk nach Würgau gebracht werden sollen. Durch den Transport kommt es immer wieder zu Straßensperrungen und Verkehrsbehinderungen. Gestartet ist der Schwertransport in Bamberg. Von einem Schiff wurde der 320 Tonnen schwere Trafo auf das Fahrzeug geladen. Der Transport gestaltete sich aufgrund des Gewichts als äußerst kompliziert. Das 112 Meter lange Fahrzeug musste kurz nach Start seine erste Komplikation erleben: das Fahrzeug samt Anhänger musste einen Kreisverkehr quer passieren. Nur kurze Zeit später kam es bereits zur nächsten Hürde: Nachdem der Schwerlaster eine weitere Verkehrsinsel passiert hatte, stellte sich ein Wagenfuß des Anhängers auf und klemmte in einer Achse fest. Der Schaden musste vor Ort behoben und repariert werden. "Durch die hohe Verkehrsinsel hat sich ein Wagenfuß in die Achse gedrückt. Das hat einen Schaden verursacht. Wir müssen die Achse zurück ziehen. Das Schadensbild gibt es nur alle paar Jahre mal. Ich sehe das jetzt das erste Mal", erklärt Olaf Weltz, Projektleiter von Kahl und Jansen. "Richtig stark was die Mitarbeiter da leisten. Auch wenn sie gerade etwas reparieren müssen, ist es schön zu sehen, dass die das vor Ort im Griff haben", so Udo Tröppner, Zuschauer vor Ort. Weiter fuhr der Transport dann auf die A70, die in Schweinfurt Richtung Bayreuth komplett gesperrt wurde. Für den Laster ging es schließlich weiter auf die A73. Eine zusätzliche Zugmaschine half dem Schwertransport eine leichte Steigung hinauf zu kommen. 1900 PS zogen an dieser Stelle den Trafo. An der Anschlussstelle Memmelsdorf, blieb der Transport an einer Ampelanlage hängen. "Es kommt immer wieder zu Überraschungen. Jetzt scheitert es hier wieder an fünf Zentimetern", so Olaf Weltz weiter. Die Verladung des Trafos dauert zwei Tage. In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag (10.06.2021) wurde der Trafo auf seiner Fahrt zwischen Rosendorf und Straßgiech auf einen Selbstfahrer umgeladen. Dieser hat ein Gesamtzuggewicht von 444 Tonnen und ist 37 Meter lang. Durch Straßgiech ging es weiter nach Scheßlitz, dort über einen Kreisverkehr und anschließend über die B22 den Würgauer Berg nach oben. Die Straße gilt auch als beliebte Motorradstrecke, weshalb in den Kurven einiges an Rangierarbeit nötig war. Die weiteren Trafos sollen bereits am Freitag sowie nächste Woche verladen und transportiert werden.



