ORA 5 - Günstig mit zwei Antrieben - Elektro folgt später!
Quelle: Car-News.TV (Glomex)
GWM ORA 5 – Günstig und mit zwei Antrieben Die chinesische Marke GWM hat neben den Modellen namens WEY gerade mit dem Ora 3 ein sehr gelungenes Statement im Elektro-Bereich gesetzt. Der Wagen ist chic und sympathisch, nun aber wird er vom Ora 5 abgelöst und auch hier zeigt sich, wie schnell die chinesischen Hersteller auf veränderte Marktbedingungen eingehen können. Der neue Ora 5 wird zuerst als Benziner und als Hybrid-Modell zu den Händlern rollen. Erst Anfang des nächsten Jahres folgt die Elektro-Ausführung. Die Linienführung des kompakten SUV ist modern und wieder von Rundungen geprägt. Die Schulterlinie steigt dynamisch an, das Heck wirkt leicht verspielt aber muskulös, so wie Porsche es vor Jahren etablierte. Mit dieser Designlinie liegt Ora im Trend, Porsche-SUVs wirken allerdings mit diesen Designmerkmalen leider wie ein Allerwelt-Chinese. Der Innenraum selbst macht einen behaglichen und sachlichen Eindruck mit einem über dem Lenkrad platzierten 12-Zoll-Display. Ein mittig auf dem Armaturenbrett installierter 14,6 Zoll Touchscreen regelt mehrheitlich die Bedienung. Lediglich zwei Schalter am griffigen Lenkrad und nur vier sehr glänzend verchromte Schalter über der Mittelkonsole erlauben den unmittelbaren Zugriff auf Sitzheizung, Klimaautomatik, Warnblinker und Heckscheibenheizung. Die restlichen Assistenten können nur per Bildschirm bedient werden, was aber während der Fahrt zum kleinen Problem wird, wenn die vorgeschriebenen Assistenten wie Tempowarner, Spurhalteassistent und Querverkehrswarnung sich bemerkbar machen. Wird das Radio mit dem Blick auf die Möglichkeiten aktiviert, meldet sich sofort das Auto mit dem Hinweis, dass aufmerksam auf den Verkehr geachtet werden soll. Sehr hilfreich ist jedoch die 360-Grad-Kamera um Fahrzeugnahe Objekte z.B. beim Einparken zu identifizieren. Konventionell mit einem 1,5-Liter-Turbobenziner motorisiert oder mit einem Hybridantrieb geht das jüngste Ora von Great Wall Motor an den Start. Der Ora 5 positioniert sich mit einer Länge von 4,47 Meter im stark besetzten aber eben auch volumenstarken C-Segment. Anfang 2027 folgen eine vollelektrische und eine Plug-In-Variante, außerdem soll eine Schrägheck-Ausführung und ein Kombi folgen. Der vom Verbrennungsmotor angetriebene Ora 5 mobilisiert 160 PS und erreicht die 100km/h in 9,3 Sekunden. 190 km/h liegen bei Höchstgeschwindigkeit an, das Drehmoment erreicht seinen Spitzenwert mit 270 Newtonmeter. Laut WLTP-Norm verbraucht der 1560 Kilogramm schwere Viertürer 6,9 Liter Benzin auf 100 Kilometer. 422 bis 1120 Liter fasst der Kofferraum, und als Anhängelast dürfen 1200 Kilogramm gebremst gezogen werden. Auf 5,1 Liter für 100 Kilometer sinkt der Verbrauch beim Hybrid-Modell, das Kofferraumvolumen allerdings ebenfalls und zwar auf 390 bis 1088 Liter. Die zulässige Anhängelast ist dann auch nur noch 750 Kilogramm. 150 PS mit 240 Nm Drehmoment stellt der Benzinmotor bereit, der auch hier einen Hubraum von 1,5 Liter hat. Die Platzverhältnisse im Innenraum sind überaus gut und beide Versionen sind höchst kultiviert unterwegs. Einzig das siebengängige Doppelkupplungsgetriebe des Verbrenners ist gewöhnungsbedürftig. Einmal in Fahrt verwöhnt er dann jedoch mit eher leisen Fahrgeräuschen und einer sehr komfortablen Federung. Das Fahrverhalten des nur zirka 1,5 Tonnen schweren Ora5 ist agil, wobei ihm zugute kommt, dass wir uns schon an die schweren E-Modelle gewöhnt haben und nun die Leichtfüßigkeit genießen. Die große Überraschung stellt sich dann beim Studium der Preisliste ein. Unter Berücksichtigung des Rabattes, den GWM unter dem Titel „Go with more“ noch bis zum Jahresende in Höhe von 2000 Euro anbietet, kostet die üppig ausgestattete Verbrenner-Version „Premium“ schlanke 24.990 Euro. Die „Luxury“-Ausführung kostet mit Nachlass 27.490 Euro. Für den Hybrid werden je nach Version 26.990 oder 29.490 Euro fällig. Dazu gibt es eine Garantie über sieben Jahre oder 150.000 Kilometer Fahrtstrecke, beim Hybrid gilt sie sogar acht Jahre und 160.000 Kilometer. Eine stetige Erweiterung der Modellpalette bis Ende 2027 wird für eine deutliche Präsenz von Ora im Strassenbild sorgen. Während einige Hersteller mit alternativen Absatzwegen experimentieren, bleibt Ora klassisch. 120 Händler verkaufen und präsentieren die GWM-Fahrzeuge in Deutschland und es sollen noch mehr werden. Preis und Qualität überzeugen und wird in dieser Klasse gerade für die deutschen Autobauer eine harte Nuss.



