Autos und Motoren

3 Minuten Polestar 3 - Alltagstest des großen SUV im Vergleich zum Polestar 4

Quelle: CAR-NEWS.TV (Glomex)

Nachdem die Marke Polestar lange Zeit auf den zum Schluss sehr in die Jahre gekommenen Polestar 2 setzen musste, wurde endlich auch der Polestar 3 serienreif und begründete eine Produktoffensive, gemeinsam mit dem Polestar 4. Beide haben wir uns mal genauer im Alltag angeschaut. Allerdings fuhren wir den 3er noch ohne 800 Volt-Technik, diese kommt erst im neuen Modelljahr. Mit einer maximalen Ladeleistung von 350 kW soll sich die Batterie nun in nur 22 Minuten von 10 auf 80 Prozent laden lassen – mehr als ein Viertel schneller als zuvor. Zudem kommen dann neue Lithium-Ionen-Batterien zum Einsatz: 92 kWh für die Einstiegsvariante mit Heckantrieb, bis zu 106 kWh in den Dual-Motor- und Performance-Versionen. Ein neu entwickelter Hinterachsmotor sorgt dazu in allen Varianten für mehr Kraft, in der Topversion steigt die Gesamtleistung damit sogar auf 680 PS. Zu den momentan in Deutschland noch neun Verkaufsräumen werden in den nächsten Monaten noch acht weitere hinzukommen. Das jüngste dort angebotenes Modell, der im vergangenen Jahr auf den Markt gekommen Polestar 3, gibt es ab sofort auch in einer Long-Range-Version. Das bedeutet, das SUV hat nur Hinterradantrieb, eine Leistung von 299 PS und kommt auf eine Reichweite von beeindruckenden 706 Kilometern nach WLTP. Dies ist aber eher theoretisch zu betrachten. Der Polestar 3 Long Range beschleunigt immerhin in 7,8 Sekunden von null auf 100 und beschleunigt aus jeder Kurve kraftvoll heraus. Der Energieverbrauch für ein 4,90 Meter langes SUV kann naturgegeben nicht sehr gering sein: Polestar gibt 17,6 bis 20,3 kW auf 100 Kilometer. In der Realität sind bei normaler, sportlicher Fahrweise schon deutlich mehr als 19 oder 20 kWh konsumiert. Die Reichweite liegt dann bei realen 450 bis 500 Kilometern – immer noch ein stattlicher Wert. Der schrumpft weiter, wenn man einen Anhänger koppelt der Polestar 3 Long Range bewältigt Lasten von bis zu 1500 Kilogramm. Auch der Innenraum erscheint chic, typisch skandinavisch-puristisch, dabei doch sehr gemütlich. Das haptische Erlebnis ist bei der angestrebten Ökologie im Innenraum nicht wirklich premium-like. Etwas mehr Dämmung wäre auch nicht falsch. Die Sitze sind aber grandios bequem. Auf den mehrfach verstellbaren Frontsitzen findet jeder seine adäquate Position. Hinten sitzt man gut, bei korrekten Sitzhaltung fehlt es Langbeinigen möglicherweise an Beinauflage, aber dafür haben sie trotz abfallender Dachlinie reichlich Platz.